30.01.2012 Brand Sägewerk Aumühle

 

Vorbericht Viechtacher Bayerwaldbote am 30.01.2012:

Ein Großbrand in einem Sägewerk in Aumühle (Gemeinde Kollnburg) hat am Montagmorgen die Rettungskräfte im nördlichen Landkreis Regen in Atem gehalten. Um 9.16 Uhr wurden die Feuerwehren aus dem gesamten Viechtacher Umfeld alarmiert. Entdeckt hatte den Brand ein 58-jähriger Mitarbeiter der Firma. Obwohl Sägehalle und Scheune binnen weniger Minuten in Vollbrand standen, gelang es den Feuerwehren schon kurz nach 10 Uhr, den Brand unter Kontrolle zu bekommen und das angebaute Wohnhaus zu sichern. Auf dem Betriebsgelände des Sägewerks sind mehrere Gebäude dicht aneinander gebaut, so dass die Löschkräfte mit allen verfügbaren Mitteln gefordert waren. Nach Polizeiangaben bestand keine Gefahr für Personen. Die Brandursache ist noch unklar; der Kriminaldauerdienst der Kripo Straubing hat vor Ort die Ermittlungen übernommen. Da in der Scheune auch neuwertige landwirtschaftliche Maschinen den Flammen zum Opfer fielen, dürfte der Sachschaden nach ersten Schätzungen eine Million Euro betragen. Laut Angaben der Polizei waren rund 170 Einsatzkräfte vor Ort. Die an der Brandstelle vorbeiführende Kreisstraße musste wegen der Löscharbeiten für einige Stunden gesperrt werden.

 

Bericht Viechtacher Bayerwaldbote am 31.01.2012:

 

Feuer verursacht Schaden in Millionenhöhe

Zwei Betriebsgebäude des Sägewerks Fischl in Aumühle vernichtet − Feuerwehren können das Wohnhaus retten

 

Auf annähernd eine Million Euro wird der Sachschaden geschätzt, der gestern Vormittag bei einem Großbrand im Sägewerk Fischl in Aumühle (Gemeinde Kollnburg) entstanden ist. Den Flammen fielen zwei Betriebsgebäude − eine Sägehalle sowie die ehemalige Scheune mit unzähligen landwirtschaftlichen Maschinen − zum Opfer. Den gut 150 Einsatzkräften von insgesamt 14 Feuerwehren gelang es aber, das mit dem Gebäudekomplex verbundene Wohnhaus zu retten.

Es war 9.15 Uhr gestern Vormittag, als die Feuerwehren aus dem gesamten Viechtacher Umland nach Aumühle gerufen wurden: Großbrand im Sägewerk Fischl, das unweit der Gemeindegrenze von Viechtach und Kollnburg direkt an der Kreisstraße REG 14 liegt! "Wir haben sofort Großalarm ausgelöst, denn ein Sägewerk ist immer ein kritisches Objekt", begründete später Pressesprecher Klaus Pickel vom Polizeipräsidium in Straubing die großräumige Alarmierung.

Schon von weitem war die riesige Rauchsäule zu erkennen, die in den frostklaren Morgenhimmel stieg und von Minute zu Minute schwärzer wurde. Als die ersten Feuerwehren eintrafen, standen das Sägewerksgebäude und die angrenzende Scheune bereits in Vollbrand. Aus der Sägehalle, in der nach jetzigen Erkenntnissen der Brandherd zu suchen ist, schlugen meterhohe Flammen, die Hitzeentwicklung war enorm.

Die in rascher Folge eintreffenden Feuerwehren begannen sofort von mehreren Seiten mit der Brandbekämpfung. Dabei konnten die Tanklöschfahrzeuge und die Viechtacher Drehleiter mit einer großen Zahl an Strahlrohren unterstützt werden, die aus der unmittelbar am Sägewerk vorbeifließenden Aitnach gespeist wurden. "Durch die gezielten Löschmaßnahmen konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden", stellte hinterher der Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Regen, Kreisbrandmeister Johann Achatz, fest.

Denn bereits nach etwa einer halben Stunde intensiver Brandbekämpfung war abzusehen, dass zumindest das Wohnhaus erhalten werden kann, auch wenn es an der Westseite arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dort war es mit den Betriebsgebäuden, die zum Teil restlos ausbrannten, zusammengebaut. Dennoch dauerte es eine gute Stunde, bis das Feuer weitgehend unter Kontrolle war. Erst gegen 13 Uhr rückten die großen Fahrzeuge der Viechtacher Wehr ab, die Wehren Kirchaitnach und Ayrhof übernahmen die Brandwache.

Kreisbrandrat Hermann Keilhofer bescheinigte seinen Feuerwehrleuten "vorbildliche Arbeit", zumal man mit empfindlichen Minustemperaturen zu kämpfen hatte. Durch das gefrierende Löschwasser wurde es auf dem gesamten Betriebsgelände zum Teil gefährlich glatt, zu Schaden kam aber glücklicherweise niemand. Der gemeindliche Bauhof Kollnburg unterstützte die Arbeit der Feuerwehren mit einem Streufahrzeug.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Kirchaitnach, Kollnburg, Allersdorf, Viechtach, Schlatzendorf, Ayrhof, Rechertsried, Altnußberg, Blossersberg, Pirka, Drachselsried, Ruhmannsfelden, Prackenbach  und   Tresdorf   sowie die Unterstützungsgruppe UG-OEL. Die Leitung hatte der Kirchaitnacher Kommandant Alois Paukner, unterstützt von Kreisbrandrat Hermann Keilhofer, Kreisbrandmeister Hans Sterr (Moosbach) und weiteren Mitgliedern der Kreisbrandinspektion. Ebenfalls vor Ort war der Rettungsdienst des BRK Viechtach mit Rettungswägen und Notarzt unter Leitung von Franz Lobmeier.

Entdeckt wurde das Feuer von einem 58-jährigen Betriebsangehörigen, der mit dem Säumen von Brettern beschäftigt war. "Plötzlich tat’s einen Schlag, alles stand still und gebrannt hat’s auch schon", schilderte er. Eine telefonische Alarmierung aus dem Betrieb war aber nicht mehr möglich, da bereits die Stromversorgung unterbrochen war, fürs Handy gibt’s kein Netz. Deshalb fuhr der Betriebsinhaber ins nahe Kirchaitnach und löste am Feuerwehrhaus Alarm aus. Auch erste Löschversuche von Mitarbeitern mussten schnell aufgegeben werden, weil sich das Feuer rasend schnell ausbreitete.

Am Brandort nahmen noch am Vormittag Ermittler des Kriminaldauerdienstes der Kripo Straubing und der sachbearbeitenden Kripo Deggendorf ihre Arbeit auf. Die Beamten gehen bisher davon aus, dass das Feuer durch einen technischen Defekt in einer Maschine entstanden ist.

Der entstandene Sachschaden wird vorerst auf rund eine Million Euro geschätzt. Neben den beiden Betriebsgebäuden wurden vor allem landwirtschaftliche Maschinen, unter anderem drei Traktoren, ein Raub der Flammen.-hl

     

       

     

     

     

     

  

 

Text: PNP

Fotos: FF Kirchaitnach, KFV Regen, FF Schlatzendorf

 

 

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